Nur wenige Kilometer nordwestlich des Petersberges zwischen Halle und Köthen liegt Krosigk mit seinen Ortsteilen Kaltenmark und Neue Häuser. Idyllisch eingebettet zwischen Hügeln, kleinen Wäldern, dem Pfarr- und dem Mühlteich bietet es für jeden der Erholung in freier Natur oder sich auf Entdeckungsreise in frühere Jahrhunderte begeben will, ausreichend Gelegenheit zur Entspannung und Bildung.
Krosigk ist ein von den Sorben im 7. Jahrhundert gegründeter Ort. Der Name geht vermutlich auf  das sorbische Wort „Crosne“ zurück und bedeutet soviel wie „Ort am Zusammenfluss zweier Gewässer“.
Steinzeitliche Funde weisen aber darauf hin, dass die Gegend schon lange vor den Sorben besiedelt war.
Die erste urkundliche Erwähnung der Burg Krosigk erfolgte als „castrum croszok“ 927. Sie war ursprünglich eine Wasserburg und bildet das historische Zentrum des Ortes. Der Bergfried, vermutlich im 9.Jahrhundert als Wehrturm erbaut, ist von der ursprünglichen Burganlage noch erhalten. Die Höhe soll einmal 30m betragen haben. 1886 mußten aber 7m abgetragen werden, weil sich Risse zeigten und die Fundamente nachgaben. Die Neigung des Turmes nach Nordwesten ist gut zu erkennen.
Über Krosigk herrschte bis 1451 das Dynastengeschlecht derer von Krosigk. Seit 1421 trat die Familie von Trotha als Käufer einzelner Güter in der Herrschaft Krosigk auf. 1451 schließlich wurde Thilo von Trotha mit der Burg belehnt. Die Familie von Trotha war bis 1813 Eigentümerin der Herschaft.
Das Gutshaus, heute Kinderheim der Arbeiterwohlfahrt, wurde 1701 durch Wolf Friedrich von Trotha erbaut. 1813 kam Krosigk an die Familie Neubaur. Es entwickelte sich das Rittergut Krosigk. Neu Gebäude wurden errichtet, Scheunen, Ställe, Brennöfen für eine Ziegelei und eine Schnapsbrennerei. 1883 wurde von der Quelle des Ziemerbaches eine Wasserleitung bis zum Gutshof gelegt.
1917 übernahm die Familie Nagel das Rittergut und entwickelte dieses zu einem modernen Landwirtschaftsunternehmen.
1945 wurde die Familie im Zuge der Bodenreform enteignet, im Gutsgebäude wurde ein Kinderheim eingerichtet, die Scheuen und Ställe wurden durch die LPG bewirtschaftet.
Heute wird der Burghof mit seinen Gebäuden neben dem schon erwähnten Kinderheim im Gutshaus vorangig durch die Gemeinde genutzt. Unter anderem befinden sich hier der Kindergarten, der Bauhof der Gemeinde, die Freiwillige Feuerwehr Krosigk und in der alten Brennerei eine Mehrzweckhalle mit Vereinsräumen und Wohnungen.
Kaltenmark wurde erstmals 1446 urkundlich erwähnt und zählte immer als Filialdorf von Krosigk zum selben Besitztum. Bis 1950 war Kaltenmark eine eigenständige Gemeinde.
Der Ortsteil Neue Häuser entstand auf der Grundlage der ersten fünf Kolonistenhäuser, die Wolf Friedrich von Trotha 1771 errichten ließ.
Heute zählt Krosigk mit seinen Ortsteilen 860 Einwohner (2009). Neben einigen kleinen Handwerksbetrieben und dem Landgut Krosigk gibt es ein modernes Alten- und Pflegeheim der Volkssolidarität in Kaltenmark.
Im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms wurden in Krosigk und Kaltenmark eine Reihe von historischen Gebäuden saniert. Übersichtstafeln und ein gut ausgeschildertes Wegenetz führen Wanderer zu den schönsten Plätzen und Gebäuden im Ort. Besonders sollten die die Bockwindmühle auf dem Mühlenberg, die Wassermühle mit Gaststätte und Hochzeitszimmer, der Hubbe-Hof mit seiner Galerie, die Heimatstube in der Fleischergasse, der Taubenturm am Pfarrhaus und die Krosigker Kirche Erwähnung finden.
Neueste Errungenschaft ist der im Rahmen der Ökomenta 09 gestaltete Spielplatz in Form einer umgekippten Windmühle.

Wichtige Träger von Kultur und Tradition sind in Krosigk die Vereine. Sie stärken das örtliche Zusammengehörigkeitsgefühl, pflegen Natur und Umwelt, sorgen für die Erhaltung der historischen Gebäude und organisieren Volksfeste.